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Posts Tagged ‘Geschichte’

Heute möchte ich mal ein paar Worte darüber hier lassen, was bei mir die letzten Wochen so los war. Ich habe bisher kein großes Statement darüber abgegeben weil mir das Thema furchtbar unangenehm ist aber ich denke, die meisten haben es verdient, darüber bescheid zu wissen.
Mitte Februar sollte ich eine Abschlussprüfung in Geschichte haben. Die habe ich gründlich verhauen und jetzt mache ich mich nochmal dran. Mittlerweile weiß ich auch, warum der Dozent mich nicht hat durchkommen lassen. Ich an seiner Stelle hätte es auch nicht gemacht. Erst jetzt beim nochmal lernen habe ich verstanden, worauf er überhaupt hinaus wollte mit seinen Fragen.
Im Endeffekt bin ich ganz froh, dass ich die Prüfung nochmal mache. So wird meine Gesamtnote nicht runtergezogen weil man mich „gerade so hat durchkommen lassen“. Stattdessen habe ich die Chance mich zu verbessern. Am 19. März ist Stichtag.
Ich muss gestehen, ich war ein, zwei Tage kurz davor, alles hinzuschmeißen, besonders weil ich eh kaum noch einen Sinn sehe, in meinem Studium. Nicht, dass mir das Wissen nichts bringt. Ansich ist es schon toll. Aber rein beruflich kann ich damit kaum was machen. Abgesehen davon überlege ich sowieso, eher in die kreative Ecke zu gehen. Ein Vorstellungsgespräch ist schon angesetzt (für ein Praktikum in der People- und Event-Fotografie) eine Portfolio-Mappe gerade in Arbeit. Ich glaube auch, dass ich damit mehr Erfolg haben kann, als in die Richtung, die ich studiere (Germanistik und Geschichte). Ich schätze da nicht nur meine Motivation sondern auch mein Talent größer ein.
Allerdings vertseife ich mich nicht nur auf die Fotografie. Und natürlich sind auch Bewerbungen in meine „studierte“ Richtung rausgegangen bisher. Am besten wäre es, wenn ich beides irgendwie verbinden könnte, glaube ich. Nunja, das wird sich alles zeigen. 😉

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Geklaut von einem Inspiriert durch ein benachbartes Blog werde ich hier das Jahr über eine Liste der Bücher präsentieren, die ich gelesen habe. Mit kleinem Kommentar, wie ich sie fand. 😉

1. Charlaine Harris: Dead until Dark

Der erste Teil der Reihe, die sich die Serie „True Blood“ als Vorbild genommen hat. Am Anfang gleicht das Buch der Serie auch noch sehr aber mit der Zeit stellen sich doch immer mehr Unterschiede heraus. Macht ja nix, so wird beides interessanter. 😉 Ich habe dieses Buch auf englisch gelesen und für jemanden, der regelmäßig Bücher auf englisch liest und Filme auf englisch anschaut ist es auch leicht zu verstehen. Das Buch ist spannend und zugleich sexy. Einziges Manko: das Material (und damit meine ich Papier und so) des englischen Paperbacks lässt zu wünschen übrig.

2. Charlaine Harris: Living Dead in Dallas

Über den zweiten Teil kann ich ähnliche Dinge wie über den ersten sagen. Einen Vergleich mit der Serie kann ich nicht anstellen, die zweite Staffel habe ich noch nicht gesehen. Aber ich denke, ich kann behaupten, dass es im Gegensatz zur Serie, wo viele Charaktere ausgebreitet werden, im Buch vor allem um Sookie, Bill und Eric geht. Alle anderen Figuren sind eher unscharf und haben kaum eine eigene Geschichte. Dennoch spannend und sexy.

3. Luise Schorn-Schütte: Die Reformation

Schwer zu lesen und one Vorwissen m.E. kaum zu bewältigen. Mein Urteil: Nichts für Laien, ich würde das Werk nichtmal für Erstsemester Geschichte empfehlen. Die Vorteile des Werkes: Es fasst alle Vorgänge knapp zusammen. Wichtig ist für sie die Vermittlung von Informationen, weniger die Diskussion von Einzelaspekten, daher ein guter Überblick über das gesamte Thema. Die Haupt-Nachteile: Das Werk konzentriert sich ausschließlich auf den deutschsprachigen Raum, Calvin wird nur sehr kurz erwähnt.

4. Ulinka Rublak: Die Reformation in Europa

Sehr ausführlich, an manchen Stellen m.E. zu ausführlich. Allerdings dafür sehr gut lesbar. Trotzdem ist Vorwissen über die Reformation vor Lektüre dieses Werks angebracht.

5. Marlen Haushofer: Die Wand

Das Konzept ist interessant: die Protagonistin (mir fällt gerade auf, dass ich ihren Namen nicht weiß… ich bin mir nicht sicher, ob er im Buch nie genannt wurde oder ob er nur selten genannt wurde) wacht auf und ist umgeben von einer unsichtbaren Wand, mitten in der Natur. Stellenweise ist das Buch auch wirklich sehr gut und interessant zu lesen (besonders die ersten 100 Seiten), doch es hat seine Längen. Es geht quasi darum, was aus einem Menschen wird, wenn er sich sicher ist, der letzte seiner Art zu sein. Es geht um Psyche, Tiere, Natur, Ackerbau, ums nackte Überleben. Das Werk war nicht ganz meine Wellenlänge aber dennoch interessante Lektüre.

6. Charlaine Harris: Club Dead

Noch nicht fertig!

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Heute möchte ich mal wieder mit einer Buchvorstellung für Geschichtsinteressierte auf meinem Blog eure Aufmerksamkeit erregen.

Es geht um Gerhard Schreibers Kurze Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Darauf gekommen, dieses Buch zu lesen bin ich durch eines meiner Prüfungsthemen: „Generalplan Ost“. Es sollte zur Grundinformation dienen, da mein Schulwissen schon recht angebröckelt – falls überhaupt je vorhanden – war. Durch Zufall bin ich im Lehrbuch-Apparat der UB Erlangen auf dieses Werk gestoßen.

Die kompakte Darstellung ist – bis auf in paar wenige kleine Ausnahmen – sehr gut lesbar und konzentriert sich ganz auf die militärische Ereignisgeschichte. Vielleicht recht konventionell, dennoch für Einsteiger und Wiedereinsteiger in das Thema wirklich informativ. Eingebettet ist die Historie sowohl in die Vorgeschichte als auch in die Folgen des Zweiten Weltkriegs.

Auffällig ist das Fehlen der Fußnoten. Der Historiker in mir schreit da zwar auf (ich gebe es zu, ich habe in der Uni gelernt, dass 10 Fußnoten pro Seite in etwa richtig sind) aber das Lesen wird auf jeden Fall erleichtert. Und durch die Bibliographie am Ende des Buches wird auch das Studenten-Herz wieder entschuldigt. Außerdem findet sich im Anhang eine ausführliche Chronologie und ein wenig – wenn auch schwer durchblickbares – Kartenmaterial.

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Da ich mich gerade für meine nächste Prüfung mit der Antike beschäftige (ein Thema, das mir im ürbigen sehr gut liegt, wie ich finde), dachte ich mir, ich erzähle euch ein bisschen über mein erstes Thema (Es geht um die Römer, um die Entstehung des Prinzipats, um Augustus). Wer sich nicht dafür interessiert, der darf an dieser Stelle gerne aufhören zu lesen. Für alle anderen gibt es hier als allererstes eine Buchempfehlung.

51NS9YZCK7L._SS500_Dieses Werk ist nicht nur gut geschrieben sondern auch günstig. Bei Amazon.de könnt ihr es für 7,95 Euro bestellen. Es enthält drei Einzelwerke (jedes übrigens auch mit eigener Seitenzählung) und umfasst die Geschichte Roms von der Ankunft der Etrusker über die Entstehung der frühen Republik bis hin zur Bildung des Römischen Reiches und der Kaiserzeit. Ich bin der Meinung, dass es für Menschen mit Interesse an der Römischen Geschichte (es gibt noch eines aus dieser Serie über die Griechen, das hatte ich allerdings noch nicht in den Händen) ein gutes und solides Stück für eine Sammlung sein könnte. Aber auch zur Erstinformation für Studenten halte ich persönlich dieses Buch für eine günstige und lehrreiche Anschaffung. Vielleicht ist es nichts, was ich in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren würde (wobei ich da noch nicht sicher bin, ich habe bisher die Autoren nicht recherchiert) aber für einen Überblick über die Geschichte der Römer ist es m.E. ideal.

Einwerfen muss ich allerdings, dass ich mich bisher nur mit dem letzten Teil des Buches befasst habe (und vorerst auch befassen werde), aufgrund der Tatsache, dass eines meiner Prüfungsthemen eben die Entstehung des Prinzipats, also der Beginn der Kaiserzeit ist. Ich kann jedoch sagen, dass es auch keine Probleme gibt, nur einzelne Kapitel zu lesen, andere nur zu überfliegen oder auch ganz weg zu lassen. Für eine nähere Beschäftigung mit meinem Thema jedoch, werde ich andere Bücher wählen, die ich vielleicht auch noch hier vorstellen werde.

Nun zu meinem Thema: Die Entstehung des Prinzipats.

Ich beginne mit meiner Geschichte im Jahr 46 v. Chr., in dem Caesar der Herr der Römischen Welt, Diktator auf zehn Jahre werden sollte. Er war ein Autokrat, der seine Verachtung für die ererbten Formen und Instutionen der Römischen Republik nichteinmal verbarg. Den Preis zahlte er zwei Jahre später: er wurde von Senatoren ermordet, deren Würde sich mit den fast-monarchischen Anmaßungen des Caesar nicht vertrugen.

Octavian, ein Enkel von Caesars Schwester wurde zusammen mit Marc Anton Konsul in Rom. Und das trotz seines geringen Alters (und aufgrund seiner Verwandtschaft mit Caesar), was eigentlich nicht üblich war. Gleichzeitig wurde er zum Triumvir gewählt, das für eine Neuordnung für die krisenbelastete Republik sorgen sollte. Octavian war ein energischer und oft rücksichtsloser Verfolger seiner Ziele. Seine Macht, die er sich erarbeitete verdeckte er unter den traditionellen Formen der Republik und regierte 45 Jahre lang als der pater patriea (der Vater des Vaterlands). Octavian, später nannte er sich selbst Augustus, starb hochgeehrt und übertrug seine Macht auf seinen Stiefsohn Tiberius. Kaum jemand konnte sich jetzt noch an die Republik erinnern. Diejenigen, die sich erinnerten zogen das Chaos und den Gewaltausbruch nach Caesars Tod nicht dieser Form des Machtwechsels vor. Augustus war da erfolgreich, wo Caesar versagt hatte: in der Etablierung einer Alleinherrschaft.

Vielleicht habe ich euch ja ein wenig auf den Geschmack gebracht. Bei Interesse verleihe ich meine Geschichte des Antiken Rom auch gerne.

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